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Kurt Atterberg: Ein großer schwedischer Symphoniker |
Mit welcher Effizienz er all diese Ämter ausfüllte nebenbei noch weltweit dirigierte und mit welcher Selbstdisziplin er komponierte, läßt sich nur erahnen, bedenkt man, daß er Zeit seines Lebens im Stockholmer Patentamt seiner eigentlichen Profession als studierter Elektroingenieur nachging. Wie komponiert ein solch "verbeamteter", beruflich naturwissenschaftlich ausgerichteter Mensch? Trocken, blutleer, technizistisch? Weit gefehlt! Es gibt wohl kaum eine prachtvollere, melodiengesättigtere spätromantische Tonsprache als z.B. in seinen neun Sinfonien. Die großen Dirigenten seiner Zeit erkannten das sofort und rissen sich um die Aufführungen: Richard Strauss, Nikisch, Abendroth, Toscanini: alle hatten ihren Atterberg im Repertoire. Diese Musik spricht sofort an, ist voller Dramatik und rhythmischer Impulse und oft mit einer Prise wohldosierter schwedischer Folklore. cpo hat nun mit der ersten Gesamteinspielung aller Sinfonien aus einer Hand begonnen: der des jungen finnischen Jungstar-Dirigenten Ari Rasilainen. Das diese Wahl ein Glücksgriff war, zeigen schon die Kritiken zur ersten CD mit der ersten und vierten Sinfonie: "Choc" von Le Monde de la Musique, "Recommandé" von Répertoire und "editor's choice" von Gramophone. Auch beim Hören der weiteren Veröffentlichungen werden Sie dem Kritiker der französischen Diapason zustimmen: "Splendide!" Burkhard Schmilgun |
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